Wichtige Infos!

Einzelvorstellung der OU in Sintang 10 15

SOC Team 8 2015

Übungswald Tembak 10 2015

Zwei Orang-Utan Waisen, Opfer des illegalen Wildtierhandels in Sulawesi

Die zwei verwaisten Orang-Utan wuchsen in Tasikoki auf Nord-Sulawesi zusammen auf, nachdem sie von illegalen Wildtierschmugglern konfisziert wurden. Sie beiden warteten darauf, dass sie in ein Rehabilitationszentrum an ihrem Ursprungsort, Kalimantan, gebracht werden. Durch die Ausmaße des illegalen Wildtierhandels waren die anderen Rehabilitationszentren aber immer zu voll, um noch Orang-Utans von außerhalb der direkten Umgebung annehmen zu können. Die Zentren auf Kalimantan hatten und haben zudem damit zu kämpfen, dass noch viele andere Orang-Utans darauf warten, gerettet zu werden.In der Wildnis bleiben die Orang-Utans lange Zeit bei ihren Müttern; üblicherweise sind dies 6 bis 8 Jahre, in denen sie alles lernen müssen, damit sie im Dschungel überleben können. In Gefangenschaft kann dies dadurch nachgeahmt werden, indem man sie in die sog. Waldschule zusammen mit erfahreneren anderen Orang-Utans schickt, von denen sie dann lernen können. Dies ist jedoch ein langer und arbeitsintensiver Weg der Rehabilitation und es gibt nur begrenzte Ressourcen, um der Flut von tausenden von verwaisten und konfiszierten Orang-Utans auf Borneo und Sumatra gerecht zu werden. Die Aufnahmekapazitäten in den Rehabilitationszentren auf Sumatra und Borneo stoßen bereits an ihre Grenzen, durch das Ausmaß des Handels und des Verlustes des Lebensraumes durch die Entwaldung.Im Normalfall werden die Orang-Utans spätestens im Alter von 5 Jahren in die Waldschule eingeführt. Orang-Utans, die älter in diese Waldschulen kommen, sind schwerer zu unterrichten. Dadurch haben sie auch eine geringere Priorität bei den Wiederauswilderungs-Programmen.Is & Bento sind 2 Orang-Utans auf Sulawesi, die nun zu alt sind, um die Waldschule zu besuchen und wieder ausgewildert zu werden. Es gibt hunderte Orang-Utans, die in einer ähnlichen Situation wie die beiden feststecken.

 

Momentane Unterbringung in Tasikoki

Ursprünglich als Aviarium für Adler gebaut, ist das Gehege sehr groß. Dies gibt Bento und Is sehr viel Freiheit sich zu bewegen, zu schwingen und zu klettern.  Da die Orang-Utans aber mittlerweile gut gewachsen sind, ist der Maschendraht nicht mehr stark genug, um sie zurück zu halten und sie brechen regelmäßig aus.

IS

„Is“ ist eine Abkürzung des Namens „Iskandar“. So hieß ein Polizist, der wollte, dass sein Name diesem Orang-Utan gegeben wird, nachdem dieser 4 bis 5 Monate alte Orang-Utan im Jahr 2004 von Schmugglern konfisziert wurde.Wie es der Fall ist mit so vielen Tieren aus den indonesischen Wäldern, wurde seine Mutter durch Wilderer getötet, die ihn wegnahmen, in ein neues Leben im illegalen Wildtierhandel. Die Schmuggler hatten ihn erst einmal in einer hölzernen Box eingesperrt, die gerade so groß war, dass 6 Flaschen Bier darin Platz finden. Auf diese Weise konnte er heimlich aus den Wäldern Kalimantans auf der Schmuggelroute raus aus Indonesien, über Nord-Sulawesi, geschmuggelt werden.Nach einer Verfolgungsjagd vom Flughafen in Manado zum Seehafen in Bitung, wurden die Täter von der Forstpolizei und dem Tasikoki-Team endlich nach Mitternacht auf einem Schiff, das auf dem Weg zu den Philippinen war, am 30. April 2004 geschnappt. Zusammen mit dem traumatisierten Orang-Utan-Baby, das auf Borneo für 300.000 Rupiah (ca. 28 Euro) gekauft wurde und für 20 Millionen Rupiah (ca. 1900 Euro) ins Ausland verkauft werden sollte, schmuggelten die Tierhändler auch zwei kleine Malaienbären und einen Baby Gibbon.

BENTO

Im April 2005, wurde eine Schulklasse aus Manado durch das Tasikoki Tierrettungszentrum geführt. Den Kindern wurde der illegale Wildtierhandel erklärt und die Geschichte einiger der Tiere wurden ihnen nahegebracht. Manchmal erfahren wir dabei im Gegenzug auch sehr viel von diesen Kindern. Als die Kinder den Baby Orang-Utan „Is“ sahen, informierte uns ein Kind aus dieser besonderen Klasse, dass seine Familie genauso ein „Haustier“ hätte.

Ungläubig besuchte das Tasikoki-Team am nächsten Tag sein Zuhause. Und in der Tat, dort fand sich ein 3-Jahre alter Orang-Utan, „Bento“. Der Vater des Jungen, ein Arzt, der erst vor wenigen Monaten von Ost-Kalimantan nach Sulawesi übersiedelt war, stimmte zu, dass der sehr vermenschlichte Orang-Utan in bessere Hände nach Tasikoki kam.Möglicherweise hat Bento gesehen, wie seine Mutter getötet wurde, als er als Baby aus dem Regenwald gewildert wurde, wie so viele tausende andere verwaiste Orang-Utans, die Opfer des illegalen Wildtierhandels wurden.

 

 

Tasikoki – Am Ende des Archipels

 

Tasikoki liegt im Norden Sulawesis, einer Insel Indonesiens.

 

Ende der 1990 Jahre gründete der berühmte Orang Utan Schützer Dr Willie Smits hier eine Rettungs-und Auswilderungsstation. Warum gerade hier? Der Hafen von Manado ist berühmt berüchtigt für die Ausfuhr von illegal gehandelten Wildtieren. Von Nordsulawesi geht die Route, über die Philippinen nach China, Taiwan, Japan ja sogar bis nach Europa.

 

Das heißt wenn Tiere per Zufall entdeckt werden, selten auch durch einen Tip und dann beschlagnahmt werden, kommen sie erst mal in die Station von Tasikoki die nur einige Kilometer von Manado entfernt liegt.

Hier werden die Tiere aufgenommen, untersucht, medizinisch versorgt und betreut. Soweit die Tiere von Sulawesi selbst stammen, nicht verletzt oder nicht traumatisiert sind und schnell wieder ausgewildert werden können wird dies auch geschehen. Leider sind die meisten Tiere aber in einem so schlechten Zustand, da sie schon einen langen qualvollen Transport hinter sich haben dass sie nicht mehr ausgewildert werden können oder sie stammen nicht von Sulawesi. Bekanntlich gibt es auf den Indonesischen Inseln viele endemische Arten die nur auf einer bestimmten Insel vorkommen. Die dürfen natürlich nicht irgendwo wieder ausgesetzt werden.

Die Tiere die nicht mehr freigelassen werden können werden liebevoll auf der Station versorgt. Natürlich kostet das viel Geld: das Futter, die Pfleger, die Medikamente, der Unterhalt der Gehege und des Fuhrparks, der Gebäude und der Klinik.

Ohne die wunderbare und aufopfernde Arbeit von Angela ( in der Ausbildung zur Tierärztin) und Simon Purser wäre das alles nicht zu meistern. Dieses junge Paar setzt sich Tag und Nacht für das Wohl der Tiere ein. Sie werden aber auch durch Freiwillige unterstützt. Zumeist junge Studenten kommen für Wochen, ja sogar Monate hierher um die Tiere zu versorgen.

Um die Käfige und Gehege zu säubern und um Futter auszuteilen. Dabei wird strengstens darauf geachtet dass die Volontäre keinen direkt Kontakt mit den Tieren bekommen, schließlich sollen die meisten ja wieder ausgewildert werden und sich nicht an den Menschen gewöhnen.

In Tasikoki tummeln sich ungefähr 200 Wildtiere von mehr als 40 verschiedenen Arten. Verschiedene Vogelarten wie z.B. Papageie, Loris, Tauben, Kasuare, Greifvögel aber auch Primaten, Gibbons und Makakenarten, wie die seltenen Schwarzschopfmakaken, Babirusa, Reptilien und auch Malayenbären sind hier untergebracht.

Die vielen Schopfmakaken werden langsam wieder an die Freiheit gewöhnt um später in einen nahe gelegenen Naturreservat wieder ausgewildert zu werden.

Auf dem ca 55 ha großen Gelände werden aber auch Schulklassen empfangen um auf die Bedrohung der heimischen Wildtiere aufmerksam zu machen. Nicht nur durch den illegalen Handel sondern auch die Nachfrage nach Bushmeat was noch immer weit verbreitet ist und aufhören muss, ist die Tierwelt bedroht. Will man in Zukunft aber noch freilebende und endemische Tiere auf der Insel sehen und touristisch nutzen wie es im nahegelegenen Naturschutzreservat Tankoko geschieht muss man aufklären und schon bei den Kindern und Jugendlichen beginnen um auf die Gefahren und Bedrohung aufmerksam zu machen.

Tasikoki unterhält aber auch eine Schildkrötenschutzstation. Fünf Schildkrötenarten kommen hier an den Strand um ihre Eier zu vergraben. Da auf Sulawesi wie anderswo die Schildkröteneier gerne gegessen werden ist der Schutz der Eier ganz wichtig um die Tiere vor dem Aussterben zu bewahren. Ehemalige Eiersammler schützen jetzt die Tiere, da sie durch die Aufklärungskampagnen eingesehen haben dass sie ihren Kindern die Tiere nur mehr auf Bildern zeigen können wenn der Raubbau so weiter geht.

Etwas südlich vom Norden Sulavesi befindet sich noch ein intakter Regenwald. Hier versucht man auch den Schutz des Waldes voran zu treiben, vor allem weil man hier noch die seltene Schweineart Babirusa (Hirscheber) vermutet.

 

Neben all den Tieren die sich auf der Pflegestation in Tasikoki befinden sind auch noch 2 Orang Utans. Is und Bento, etwa 7 und 9 Jahre alt. Is ist der Draufgängerische, der Stärke zeigende, wobei Bento der Ruhige, der Besonnene der beiden ist. Sie wurden auf Borneo illegal gefangen und sollten ins Ausland gebracht werden. Gott sei Dank sind sie aber auf dem Flughafen von Manado beschlagnahmt worden und sind seither in Tasikoki. Orang Utans gibt es ursprünglich keine auf Sulawesi, sodass sie nicht ohne weiteres wieder ausgewildert werden können. Mann müsste sie wieder auf Borneo bringen und dort in einer Auswilderungsstation auf die Freiheit vorbereiten. Dies ist aber nicht so einfach, allein schon wegen ihres Alters und vor allem aus Geldnot. Um auf Sulawesi in Tasikoki nur 2 Orang Utans auf die Freiheit vorzubereiten ist einfach zu teuer. Im Moment haben sie 2 Gehege wo sie alle paar Tage wechseln. Schließlich müssen die Gehege regelmäßig gesäubert werden und mit neuem Futter, Spielzeug, Blättern und Versteckmöglichkeiten bestückt werden. Bei dem schwülwarmen Wetter ist das eine aufwendige Sache. Ein Pfleger ist also alleine nur für Is und Bento verantwortlich. Im Herbst sollen sie ein größeres Gehege dazu bekommen.

Orang Utan Help Lëtzebuerg hat sich jetzt zum Ziel gesetzt Is und Bento in Zukunft mehr zu unterstützten. Dies können wir mit größeren Geldspenden an Tasikoki tun. Wir würden damit den Unterhalt der Gehege, das Futter und den Lohn des Pflegers übernehmen.

Dies ist natürlich alles nur möglich wenn sie liebe Leser/innen uns unterstützten. Mit einer symbolischen Patenschaft (10€ im Monat) oder einer Spende können sie Is und Bento ein schöneres Leben in Tasikoki verschaffen. BCEELULL LU27 0019 3055 8758 3000

Bei einer Reise im März 2015 konnten 2 Mitglieder des Vereins sich von der harten Arbeit, der Pflege und Fürsorge von Angela und Simon für die Station überzeugen. Die beiden haben Ihr Leben aus der gewohnten Umgebung in England und Italien aufgegeben um hier vor Ort den Tieren zu helfen und ihnen eine neue Zukunft zu geben.

 

www.orangutanprotection.com

 

Wir arbeiten direkt mit den zahlreichen führenden Hilfsorganisationen vor Ort in Indonesien zusammen. Wir möchten Ihnen hier ein paar Projekte vorstellen :

Gesundheitszentrum in Tansung Soke in Ost-Kalimantan Borneo

Orang Utan Help Lëtzebuerg a.s.b.l. unterstützt seit 2013 dieses Projekt.

„Im Rahmen unserer Projektreise (1.02 – 13.02.2013), bei der wir die von unserem Verein geförderten Projekte besuchen um einerseits Präsenz zu zeigen und andererseits auch die jeweiligen Entwicklungen zu kontrollieren, kam ich wieder nach Tanjung Soke, einer 200 Seelengemeinde im Regenwald Ost-Borneos. Mulyana, die junge Dajak-Frau aus dem Dorf, für die wir die Ausbildung zur Krankenschwester finanzieren, kam extra aus Samarinda, um mir ihr Zwischen-Zeugnis zu zeigen. Obwohl sie ohne Vorkenntnisse der Modernen aus der "Wildnis" in die Großsstadt kam, ist es ihr gelungen sich zur drittbesten Schülerin ihres Ausbildungsjahrgangs hoch zu arbeiten. Sie sieht das als ihre Pflicht uns gegenüber. Es war eine ergreifende Situation wieviel und welch herzliche Dankbarkeit jemanden entgegen gebracht wird, der eingentlich "nur" Geld zur Verfügung stellt. Trotzdem wird diese für uns relativ geringe Geldmenge dafür sorgen, dass nicht nur dieser jungen Frau der Weg in einer besseren Zukunft geebnet wird, sondern auch gleich einer ganzen Dorfgemeinde. Bis jetzt gab es noch keinerlei medizinische Versorgung in dem Dorf. Verletzte oder Kranke müssen zur nächsten 40 km entfernten Erste-Hilfe-Stelle gebracht werden und wenn dort niemand ist noch weiter. Ein Umstand, der häufig genug wegen mangelnder Transportmöglichkeiten unmöglich war. Deshalb ist für 2014 die Eröffnung des Gesundheitszentrum in Tanjung Soke geplant. Das 12 x 6 Meter große alte Schulgebäude steht bereits. Vom Zustand konnte ich mir im Februar 2013 ein Bild machen: mit ein wenig Farbe und ein paar Trennwänden wäre es bereits getan und man könnte mit dem Einrichten beginnen. Aber davon eventuell das nächste mal.“

 

Roland Zeh
Vorsitzender Lebensraum Regenwald e.V.

 

Orang Utan Help Lëtzebuerg sammelt Spenden für dieses Gesundheitszentrum in Tansung Soke in Ost-Kalimantan Borneo. Bitte helfen Sie den Menschen vor Ort. Nur gesunde und zufriedene Menschen sind auch bereit sich für die Natur und die Tiere einzusetzen. Nur so können wir den Regenwald für die einheimische Population (Dajak) schützen, für sie selbst und für die Orang Utans.

 

Sintang

Beschreibung des Projektes

Hauptziel der Reise 2013 war die neue Station zu begutachten, um sie umgehend ins Patenprogramm aufnehmen zu können.
Hier arbeiten Orangutan Outreach Nederland, Orang Utan Help Lëtzebuerg und Fansfornature Österreich zusammen, um noch effektiver die dringend benötigten Finanzmittel zu beschaffen.

Das Sintang Orang-Utan Center, wird von der Kobus- Foundation in enger Zusammenarbeit mit Dr. Willie Smits, Jean Kern und Pater Jacques geführt.

 

Weiteres arbeitet das Center auch eng mit dem Dayakdorf Tembak, ungefähr 2.5 Stunden entfernt von Sintang zusammen.
Das Dorf hat 58 HA ursprünglichen Regenwald zu Verfügung gestellt um hier eine größere Auffangstation errichten zu können und den Wald als Spielplatz für die jüngeren Orangutans zu nützen, die auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden sollen.
Tembak und die umliegenden Dörfer bestimmten auch, dass ein ursprünglicher Regenwald von mindestens 20.000 ha als Freilassungsgebiet für die Orang-Utans benützt werden können.
Die Dayaks werden dieses Gebiet auch schützen (ADAT Gebiet)
Weiteres wird am Dorf-ende auch Longhouse gebaut, dass von den Dayaks genutzt werden kann als Treffpunkt, aber auch um Eco Touristen und Volontäre unterzubringen.
Das Dorf bietet optimale Bedingungen, für die Zukunft der Orang-Utans, die dort hin ausgewildert werden können.

 

Station

Diese befindet sich in unmittelbarer Nähe des Wohnhauses von Pater Jacques, getrennt durch einen wunderschönen Garten.
Vom Wohnhaus ersichtlich auf der rechten Seite, konnte man den schon begonnen Neubau der Klinik sehen, der rasch vorangeht und den Neuankömmlingen optimale Bedingungen für die Erstversorgung bieten wird. Die derzeitigen Kosten belaufen sich bei 40.000.-euro). Weiteres wird in den oberen Stockwerken Wohnraum für das Personal geschaffen.
Am Ende des Gartens befindet sich der Eingang in die Station. Schon beim ersten Blick, bekam man den Eindruck von einem gepflegten Areal. Alles war sehr sauber und ordentlich strukturiert.
Die vorhandenen Käfige sind alle neu und bieten optimale Bedingungen für die Orang Utans.

 

Pflege und Versorgung!

Die Versorgung der Tiere beginnt um 07:00 morgens. Bei der Futterversorgung konnte man erkennen, dass die Tiere auch ausreichend und abwechslungsreich ernährt werden und zusätzlich ihre benötigte Medizin erhalten.2x täglich- morgens und abends kommt der Tierarzt um die Tiere zu versorgen.
Bei Tieren die eine spezielle Behandlung der Motorik erforderlich ist, werden physiotherapeutische Maßnahmen ergriffen.

 

Personalstand derzeit

4 Pfleger 2 Männer und 2 Frauen
Geplant für das Office 1 Person (Kosten ca. 3,5 mio rup-280 euro)
Personalkosten für die Zukunft ca. 1500,-euro plus ca.+- 600,-
(monatliche Kosten)

 

Derzeitiger Stand (6 Februar 2013) der Tiere

  • Jojo&Juvi- weiblich ca. 5 Jahre
  • Penai-weiblich ca.9 Jahre
  • Jamila- weiblich ca.12 Jahre
  • Mamat- männlich ca. 9 jahre
  • Momo- männlich ca.7 jahre
  • Matuhari- männlich ca. 7 Jahre
  • Terra ist das kleinste Mitglied der Truppe 5 Monate

 

Das Baby befindet sich derzeit getrennt von den anderen Tieren unter ständiger Aufsicht einer Pflegerin, die sich Tag und Nacht um das Baby kümmert.

Außerhalb der Station befinden sich noch ca. 50 Orang- Utans, die aus Platzmangel noch nicht aufgenommen werden konnten.


Die Beschlagnahmung der Orang-Utans wird ausschließlich von der örtlichen Behörde (BKSDA-Naturschutz Abteilung des Ministeriums von Forst Wirtschaft)- durchgeführt.

 

Abschließender Bericht

Nach einer abschließenden Besprechung mit den gesamten Verantwortlichen und den angereisten Organisationen hat man einstimmig beschlossen, dass die Station sehr gut koordiniert geführt wird.
Letzter Schritt war noch die Forderung auf lückenlose Berichte in zeitgemäßen Abständen.
Dies ist von großer Wichtigkeit für unsere Paten und Sponsoren.

 

Final Words

Im Namen aller unterstützenden Organisationen danken wir recht herzlich für die Gastfreundschaft, die man uns entgegengebracht hat. Danke an Jean Kern und Pater Jacques, dass sie sich die Zeit genommen haben, all unsere offenen Fragen Rede und Antwort zu stehen.

In diesem Sinne hoffen wir auf gute Zusammenarbeit in der Zukunft.

 

Für den Vorstand vun Fans for Nature Österreich:

Marika Krenosz/Mag. Simon Holler/Daniele Silvano

 

November 2012

Nach Angaben der UN könnte es auf Borneo in 20 Jahren keine Orang Utans mehr geben. Der Grund ist der wachsende Anbau von Ölpalmen. Denn für die Plantagen wird immer mehr Regenwald gerodet. Und damit schwindet der Lebensraum der Menschenaffen. Mit dramatischen Folgen für Orang Utans.

Fast ein Fünftel der Fläche der malaysischen Provinz Sabah auf Borneo ist bereits mit Ölpalmen bedeckt. Palmöl findet Verwendung in der Nahrungsmittelindustrie, als Biokraftstoff und bei der Herstellung von Kosmetika. Nach Angaben von Umweltschützern ist das Öl inzwischen in jedem zehnten Supermarkt-Produkt enthalten, darunter Brot, Chips, Müsli, Lippenstift und Seife.

Dafür muss der Dschungel weichen. Er ist der Lebensraum von 50.000 bis 60.000 Orang Utans. 80 Prozent davon leben in Indonesien, der Rest in den malaysischen Bundesstaaten Sabah und Sarawak im Norden Borneos. Die Insel gehört zu Teilen Indonesien, Malaysia und dem Sultanat Brunei.

Nach Einschätzung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen werden die Menschenaffen mit dem rotbraunen Fell innerhalb von 20 Jahren praktisch aus der freien Wildbahn verschwinden, wenn die Rodung weiter betrieben wird wie bisher.

"Das größte Problem mit den Orang Utans heute ist die so genannte fragmentierte Population", sagt Marc Ancrenaz von der Umweltgruppe Hutan. "Zwar gibt es 11.000 Orang Utans in Sabah, aber sie sind in viele kleine Populationen versprengt, und viele davon sind nicht mehr verbunden."

Luftaufnahmen vom Osten Sabahs von 2008 zeigen, dass sich etwa tausend Orang-Utan-"Nester" in Baumkronen in hundert kleinen Waldstellen verteilen, die völlig von Palmöl-Plantagen umschlossen sind. Die voneinander isolierten winzigen Gemeinschaften sind von Inzucht bedroht. Oft verirren sich die Affen auch ganz einfach in den gigantischen Plantagen.

Neben der Zerstörung ihres Lebensraumes droht der vom Aussterben bedrohten Art eine weitere Gefahr: Orang Utans, die die Palmfrüchte in Plantagen schädigen, können gejagt und getötet werden. "Entweder sie gehen in die Ölpalmen und fressen die Früchte oder sie werden auf immer kleineren Flächen zusammengedrängt", sagt Eric Meijaard von der indonesischen Umwelt-Beratungsfirma People and Nature Consulting International. "Oft fordern die Plantagenbetreiber dann den Abschuss dieser Orang Utans, damit sie das Problem loswerden." Zudem fangen sich Dorfbewohner in der Nähe der Plantagen auch gerne junge Äffchen als Haustiere ein.

Malaysia ist nach Indonesien der zweitgrößte Palmöl-Exporteur der Welt. Mit umgerechnet 12,7 Milliarden Euro Einnahmen im vergangenen Jahr ist die Industrie der drittgrößte Devisenbringer des Landes. Nach Kritik an ihrer Umweltbilanz versprachen Vertreter der Palmölindustrie im Oktober die Finanzierung von Wild-Korridoren, die zum Überleben der Primaten beitragen könnten. Umweltschützer bezweifeln aber, dass die Industrie sich ohne konkrete Zusagen und Finanzierungspläne daran hält.

Quelle: Wissen De

 

August 2012

Genetische Isolation macht Orang-Utans anfällig auf Umweltveränderungen!


Die Orang-Utan-Populationen Borneos sind sehr jung. Sie stammen von einer kleinen Gruppe Vorfahren ab, die vor rund 176000 Jahren gelebt hat. Wie ein internationales Forschungsteam um den Anthropologen Michael Krützen von der Universität Zürich nachweisen konnten, sind die verschiedenen Populationen trotz ihres rezenten Alters genetisch stark voneinander isoliert. Dadurch sind diese grossen Menschenaffen extrem anfällig auf Umweltveränderungen. Denn das genetische Potential, sich diesen Veränderungen anzupassen, ist in den jeweiligen Populationen limitiert.

Orang-Utans gehören zu den nächsten Verwandten des Menschen und zählen zu den stark gefährdeten Arten. Eine grosse Gefahr für die Orang-Utan-Bestände auf Borneo, der drittgrössten Insel der Welt, ist die Zerstörung des Lebensraums durch die Gewinnung von Palmöl und Tropenhölzern. Heftig umstritten unter Experten sind die Entstehungsgeschichte der Orang-Utans sowie Fragen zur Stabilität der Populationen. Jetzt kann ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Anthropologen der Universität Zürich in ihrer eben in den Proceedings of the National Academy of Science erschienen Studie erstmals nachweisen, dass die Orang-Utan-Populationen auf Borneo sehr jung sind.

An der Universität Zürich wurden die genetischen Daten praktisch aller auf Borneo aktiven Forschungsstationen ausgewertet. Es handelt sich dabei um die ausführlichste und umfangreichste je durchgeführte genetische Analyse an wildlebenden Orang-Utans. Die so gewonnen genetischen Daten stellen die bisher gültige Taxonomie, die zur Hauptsache auf morphologischen Merkmalen beruhte, in Frage.

«Trotz ihres rezenten Alters unterscheiden sich die verschiedenen Orang-Utan-Populationen Borneos genetisch sehr stark voneinander», fasst Natasha Arora, Hauptautorin des Artikels und Doktorandin am Anthropologischen Institut, die neuen Erkenntnisse zusammen. Verantwortlich dafür sind unter anderem die starke Tendenz der Weibchen, ihr Leben in den Regionen zu verbringen, in denen sie geboren wurden, sowie die vielen für die grossen Menschenaffen untraversierbaren Flüsse. Durch ihre begrenzte geographische Verbreitung und die relativ starke genetische Isolation voneinander sind die Orang-Utan-Populationen Borneos extrem anfällig gegenüber Umwelteinflüssen wie Klimawandel und anderen durch Menschen verursachte Bedrohungen wie die Zerstörung des Lebensraums. «Die neuen Ergebnisse werden für die Erhaltung der Orang-Utans als Art sehr wichtig sein», erläutert Michael Krützen die Bedeutung der Forschungsresultate.

 

Literatur:
Natasha Arora, Alexander Nater, Carel P. van Schaik, Erik P. Willems, Maria A. van Noordwijk, Benoit Goossens, Nadja Morf, Meredith Bastian, Cheryl Knott, Helen Morrogh-Bernard, Noko Kuze, Tomoko Kanamori, Joko Pamungkas, Dyah Perwitasari-Farajallah, Ernst Verschoor, Kristin Warren, and Michael Krützen: The effects of Pleistocene glaciations and rivers on the population structure of Bornean orangutans (Pongo pygmaeus). Proceedings of the National Academy of Sciences. DOI: 10.1073/pnas.1010169107

 

 

Neuigkeiten aus Sintang:


Kurz bevor Pater Jacques nach Holland abflog gab es noch eine zweitägige Konferenz organisiert von BKSDA Pontianak und Sintang. Duldung, der Direktor der Gibbon foundation hat da gesprochen und die Beziehung mit den Instanzen wieder verstärkt. Wir hoffen das bald wieder Orangutans befreit werden können.
Inzwischen kommen mehr und mehr Dayaks zu dem Pater und seine Kobus Foundation um gratis Zuckerpalmsamen zu bekommen. Es bilden sich überall Gruppen die eng zusammen arbeiten.
Willie hat Sonny Ering und Nico, zwei seiner Zuckerpalm Experten, nach Sintang geschickt um die Dayaks (und auch Muslime) zu lernen wie man mit den Samen am besten umgeht. Nico hat viele Dörfer besucht und die Leute waren mehr als begeistert.
Es sind schon mehr als 10.000 Samen verteilt worden und in Kürze kommen die Experten zurück mit nochmals 10.000 Stück.

Bei Bruder Piet, ein enger Freund von Pater Jacques und Willie, hat man angefangen mit dem Bau einer kleinen Ethanolfabrik. Diese wird benutzt als Trainingsstation um allen die mit den Zuckerpalmen arbeiten möchten zu lernen wie man aus dem Saft Ethanol machen kann. Dieser umweltfreundliche Ethanol kann dann sofort benutzt werden um zu kochen, das Motorrad laufen zu lassen und Elektrizität zu erzeugen.
Der Botanist Ambriansyah, der beste von Borneo, hat für uns in Tembak das 63 ha grosse Waldstück inventarisiert. Er hat eine Sortenliste gemacht von den wirtschaftlich wichtigen Planzen die noch bei den Dayaks wachsen. Auch hat er eine Liste gemacht von den medizinalen Pflanzen.
Er hat über seine Arbeit einen ausführlichen Bericht geschrieben.

Jean Kern 1 August 2012

 

Jojo (2011) ist der neueste Zugang im Sintang-Center. Das kleine Mädchen ist ca. 2,5 Jahre und war mehr als 1 Jahr, in einen Dorf, ca. 3 Stunden Fahrt von Sintang entfernt, eingesperrt. Der Besitzer kaufte sie ausserhalb seines Dorfes von einem Mann.

Sie war öfter draussen, sass auf der Terrasse des Hauses oder ritt auf dem Motorrad des Eigentümers.

Als Willie Smits sie zum ersten Mal besuchte, merkte sie bald, dass sie ihm vertrauen konnte. Orang-Utans haben die Fähigkeit, in unsere Seele zu schauen und zu wissen, ob jemand gute Absichten hat oder nicht.

 

In Sintang fühlte sie sich gleich zu Hause und hat sehr schnell auf die lokalen Betreuer reagiert und vertraut. Sie bevorzugt Früchte und der Tierarzt hat eine Reihe von Untersuchungen,inklusive Fingerabdrücke genommen und ein Bluttest gemacht.

Nun wartet man auf die Ergebnisse.Sie ist aber bereits frei von Parasiten. Und wir hoffen, dass wir ihr die beste Pflege geben können, um sie für ein Leben in Freiheit vorzubereiten.

 

Jojo und seine kleinen Freunde brauchen Ihre Unterstützung. Mit Ihrer Patenschaft für 10€ im Monat können Sie Ihren persönlichen Beitrag für die Unterbringung, Futter, medizinische Betreuung und nicht zuletzt auch Auswilderung leisten.

 

Tasikoki

Tasikoki ist eine Auffangstation für Wildtiere in Nordsulawesi (Indonesien), die sich auf einheimische Primaten (Sulawesi-Makaken), Vögel aus Wallacea und Papua sowie auf einige andere einheimische Tierarten, vor allem Hirscheber, spezialisiert hat.
Tasikoki ist Teil der von Dr. Willie Smits geleiteten Masarang Foundation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Wälder Nordsulawesis zu schützen. Hiervon profitieren sowohl die Bevölkerung wie auch die Flora und Fauna Indonesiens. Masarang hat viele Projekte ins Leben gerufen, um die Bevölkerung vor Ort zu sensibilisieren und zu schulen und sie mit einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Lebensweise vertraut zu machen. Tasikoki hat Dr. Smits wie andere Auffangstationen in Indonesien am Anfang des letzten Jahrzehnts zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Wildtieren gegründet.
Nordsulawesi gilt seit langer Zeit als ein Zentrum des internationalen Wildtierschmuggels: Über die Philippinen werden die im gesamten indonesischen Archipel illegal gefangen genommenen Tiere dem globalen Markt zugeführt. Tasikoki ist demnach strategisch gut positioniert, um den Landesbehörden beim Aufspüren dieser Verbrechen behilflich zu sein und sich der Wildtiere nach ihrer Befreiung aus den Händen der Schmuggler anzunehmen.
In der Auffangstation arbeiten engagierte Helfer aus der Umgebung, die sich während der Quarantänezeit um die beschlagnahmten Tiere kümmern. Es folgen Übungen zur physischen und mentalen Rehabilitation, die die Tiere auf ihre Freilassung oder das Leben in einem Schutzgebiet vorbereiten.
Neben der Rettung und Pflege von Wildtieren beschäftigt sich das Team auch mit der Konzeption lokaler und regionaler Schulungsprogramme, die auf die Bedrohungen der wertvollen Biodiversität Indonesiens aufmerksam machen. Diese Arbeit wird von einem internationalen Team geleitet und von hart arbeitenden Freiwilligen aus aller Welt tatkräftig unterstützt.
Bitte unterstützen auch Sie uns durch Ihre Freiwilligenarbeit, durch einen Aufenthalt in der Ecolodge oder durch eine Spende.

 

Fans for Nature und Willie Smits, der größte Orang Utan Beschützer unserer Zeit, betreiben auf der Indonesischen Insel Borneo die größten und wichtigsten Programme zum Schutz unserer roten Vettern. Neben Rehabilitationszentren für verwaiste oder kranke Tiere ist die Organisation aktiv an diversen Projekten zum Erhalt des Lebensraum, also dem Regenwald, beteiligt, in diesem Zusammenhang werden auch wissenschaftliche Studien durchgeführt.

Fans for Nature leistet einen enormen Beitrag zum Erhalt der Orang Utans, des Regenwaldes und der dort angesiedelten Urvölker. Wir von Orang Utan Help Lëtzebuerg arbeiten eng mit unseren Freunden auf Borneo zusammen, damit Ihre wertvolle Spendengelder ohne Umwege so effizient wie möglich dort ankommen, wo sie gerade am dringendsten benötigt werden.

 

Sumatra Orang Utan Conservation Programme, kurz SOCP, hat sich ganz der kleineren und weniger bekannten Orang Utan Population auf Sumatra gewidmet. Hier leben nur noch ca. 6000 Tiere, ein Zehntel der Population auf Borneo. Diese geringe Anzahl bereitet der Population immer mehr Probleme aufgrund schwindender genetischer Diversität.

SOCP betreibt auf Sumatra Rehabilitationszentren für verwaiste und kranke Orang Utans, betreibt Projekte zum Erhalt des Regenwaldes, fördert den nachhaltigen Anbau von Nutzpflanzen und betreibt aktiv Forschung.